Sarg selbst hergestellt

Bei meinen Internetrecherchen zum Thema SARG musste ich feststellen, dass es wenige Lieferanten gibt, die einigermaßen vernünftige Preise haben.

Ich erinnerte mich an die Bilder von vor jetzt schon wieder mehr wie 2 Jahren, an den einfachen schlichten Naturholz-Holzsarg von Pabst Johannes der 23. Praktisch ohne Schnörkel, eine einfache Kastenform mit verzapften Seitenteilen und einem komplett geraden Oberteil.

Gestern abend fertigte ich eine Konstruktionszeichnung für einen selbstgemachten Sarg und nahm si mit zu  meinem Erstgespräch im Krematorium Memmingen. Es wurde mir bestätigt, dass diese Form und Art absolut in Ordnung ist.

Die Zeichnung ist  >>HIER<<  downzuloaden.  In den nächsten Tagen werde ich „meinen“ Sarg herstellen und dann hier ein Foto im Rohzustand einstellen.  Als Material braucht man/frau 14 gehobelte Kiefer- oder Fichten-Bretter 200 x 20 x 2 cm von einem Holz- oder Baumarkt und ca. 6 lfd. Meter Kantholz 38x58mm und passende Spax-Schrauben.  Die Bretter und Kanthölzer kann man/frau sich im Baumarkkt schon genau zuschneiden lassen – kostet z.B. im BAUHAUS nix extra!

26.01.2012:  Der Sarg ist fast fertig!  Die Zeichnung muss noch leicht verändert werden,
Zwei Abmessungen stimmen nicht, geschieht demnächst.
Hier mal 1. Bilder wie „er“ innerhalb 2 1/2 Stunden im Rohzustand entstand. Einziges Werkzeug: Ein Akkuschrauber – Holzzwingen sind sinnvoll.


So sieht das ganze Material aus,    hat gekostet:

Seitenteil 1+2  und linke Seite zusammengeschraubt,
durch das „Verzapfen“ der Bretter geht das ganz einfach:

Details der „Verschraubung“ und der „Verzapfung“:
   

Teile 1-4  fertig verbunden:

Die Montage der 3 Bodenbretter:

Der Deckel liegt lose auf, alle Kanten sind abgerundet,
als nächstes werden die 3 Seilgriffe links und rechts eingebaut:

Seilgriffe Ansicht von aussen

Seilgriffe innen – Befestigungen

Seilgriffe innen – Befestigung Details

Scharniere Deckel – Vorbereitung

 Scharniere Deckel – ausgeklinkt

Fertig!    Stehend als Schrank

Klötze unten als Füße angeschraubt,
innen könnten jetzt noch Fachbretter rein,
erste Fachträger in der Mitte.

und jetzt mit 3 Fächern – in der Mitte kommt ein kleiner Altar rein!
– und unten zur Vorbereitung als „letztes Bett“ das im nächsten Sommer geerntete Heu von Blumenwiesen

… so sieht der Schrank mit geschlossener Türe aus

Es war eine gute Erfahrung, dieses „letzte Möbel“ selbst anzufertigen! Ich empfinde jetzt das Beschäftigen mit der Thematik als  meditativ und zufriedenstellend. Jetzt verbessere ich im Plan noch die Abmessungsfehler und werde vielleicht diesen und die inneren Riegel und Leisten zugeschnitten und vorgebohrt, zusammen mit allen Schrauben, Scharnieren und den zwei Seilstücken für die Seilgriffe als Bausatz  anbieten. Dann braucht jemand der dieses letzte Möbel nachbauen will, nur mehr die Leimholzbretter im Bau-/Holzmarkt besorgen und kann anfangen.  … mal sehen.

19.02.2012: Gestern half mir ein Freund das „letzte Möbel“ in unser Gästezimmer am Dachboden zu bringen. Dabei fiel uns auf, dass bei einer relativ engen Treppe die seitlichen Tragegriffe nutzlos sind. Deshalb habe ich für den Treppentransport des leeren Sarges an beiden Schmalseiten noch Griffleisten angebracht, einmal oben einmal unten (dort sind sie jetzt Teil des „Schrankfusses“), die den Transport erleichtern und danach schnell zu entfernen sind, wenn man will. Hier das Bild, das auch schön die „Verzapfung“ der Bretter sichtbar macht. Der runde Stab ist ein Teil eines Gartenwerkzeugs, das ich oft verwendet habe.

20.02.2012: Heute habe ich nun begonnen, einige Utensilien, Bilder und Meditationshilfen in den „Schrank“ einzufügen. Ich kann immer wieder bestätigen, diese Tätigkeiten mit meinem „letzten Möbel“ bringen in mir eine Ruhe und Klarheit, die ich genieße!

… und so sieht das momentan aus. Ob ich aussen noch bemale wird sich erweisen. Momentan tendiere ich eher dazu, vollflächig innen und außen eine Bienenwachslasur zu verwenden.

Inspiriert zum „Wohnmöbel“ haben mich die Bilder des Kemptener www.Sargladen.com/132.html
    
Leider wird dieser Künstler in die Toscana umziehen.

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Eine Antwort zu Sarg selbst hergestellt

  1. Der Vorsorgende schreibt:

    Gute Idee, entspr. Vorsorge zu treffen solange man es noch selbst machen kann. Ich selbst bin leider nicht handwerklich begabt. Musste also meinen Sarg kaufen. Aussehen deinem Sarg sehr ähnlich. Abmessungen lt. Bestatter/Verkäufer zulässig: 220x78x78. Meine Innenausstattung u.a. Baumwollmaterial wie Federdecken, Kissen etc…Die Sargmatratze selbst aus Maischips ca. 10cm hoch. Habe meinen Sarg im Schlafzimmer stehen, bin jedoch kein Grufti etc..sondern nächtige zu Lebzeiten im normalen Bett.

    Was ist am eigenen Sarg zu Lebzeiten schlimm: Eigentlich nichts! Wir alle müssen eines Tages „abtreten“, nur wird genau das vielfach totgeschwiegen.

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